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Kindertagesstätte der Gemeinde Söhlde mit unterschiedlichen Konzepten erfolgreich 07.02.2008 


(Söhlde) Seit August des letzten Jahres besteht in den drei Kindergärten der Gemeinde Söhlde die Möglichkeit, auch Kinder unter drei Jahren und Schulkinder betreuen zu lassen. Grundsätzlich gilt für die Inanspruchnahme solcher Plätze, dass nach Aufnahme der Kinder mit Rechtsanspruch (3-6 Jahre) zusätzliche freie Plätze vergeben werden können.
Die Zahl der Geburten ist auch in der Gemeinde Söhlde in den letzten Jahren stetig zurück gegangen. Die Ev. Kirche in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Söhlde hat sich bereits im letzten Jahr Gedanken gemacht, wie in Zukunft frei werdende Plätze sinnvoll genutzt werden können. Es sind in allen drei Kindergärten jetzt altersübergreifende Gruppen eingerichtet worden.

Im Kindergarten in Söhlde gibt es die sog. „Große Altersmischung“. Dies bedeutet, dass in einer Gruppe außer den drei- bis sechsjährigen Kindern auch Kinder ab zwei Jahren und Schulkinder betreut werden. Für die Schulkinder ist ein eigener Raum eingerichtet, in dem diese ihre Hausaufgaben erledigen können. Ebenfalls besteht für aufgenommene Schulkinder die Möglichkeit, sich mit ihren Freunden im Kindergarten zu treffen oder auch bei diesen sich zu Hause zu verabreden. Dies erfordert jedoch eine konkrete Terminabsprache im Vorfeld. Für die Aufnahme der unter dreijährigen Kinder sind die sanitären Einrichtungen angepasst und Schlafmöglichkeiten eingerichtet worden.
In den Kindergärten in Nettlingen und Hoheneggelsen sind hingegen seit gut einem Jahr „altersübergreifende“ Gruppen eingerichtet worden. D.h. in den Gruppen werden zusätzlich Kinder ab dem 02. Lebensjahr betreut. Um allen Kindern die Eingewöhnung zu erleichtern,  werden die Kinder in der ersten Zeit von einem Erziehungsberechtigten begleitet (Eingewöhnung nach dem sog. „Berliner Modell“).
Die pädagogischen Konzepte der Kindergärten sind recht unterschiedlich. Im Kindergarten in Nettlingen wird nach dem so genannten „Offenen Konzept“ gearbeitet. Dies bedeutet, dass dieRäumlichkeiten in Funktionsbereiche 

Nettlingen - Am Bach
Nettlingen - Caféteria u. Wollwerkstatt

Nettlingen - Am Bach
Nettlingen - Caféteria u. Wollwerkstatt

mit unterschiedlichen Angeboten, Arbeitsgruppen und Projekten (z.B. Nähecke, Malwand, Wort-Werkstatt) eingeteilt sind. Jeden Morgen treffen sich die Kinder in Kleingruppen mit ihrer Bezugserzieherin. Dort werden in einer so genannten „Dialogrunde“ u. a. die Aktivitäten und Projekte des Tages besprochen. Anschließend entscheiden sich die Kinder, wo und wie sie ihren Vormittag gestalten möchten. Dabei achten die Erzieherinnen darauf, dass die Kinder ihre Fähigkeiten in unterschiedlichen Bereichen erweitern. Für die „Kleinsten“ ist ein Eingewöhnungsraum eingerichtet, in dem sie die ersten Wochen lernen sich zurechtfinden, bevor sie dann den gesamten Kindergarten mit den unterschiedlichen Erfahrungsbereichen kennen lernen.

Der Kindergarten Hoheneggelsen hingegen ist in feste Gruppen eingeteilt.

Hoheneggelsen - Buchstabenwerkstatt
Hoheneggelsen - Aktivität im Außengelände

Hoheneggelsen - Buchstabenwerkstatt
Hoheneggelsen - Aktivität im Außengelände

Die Kinder haben hier feste Ansprechpartnerinnen und Räume. Parallel gibt es jedoch die Möglichkeit, an Arbeitsgemeinschaften und Projekten, wie z.B. Kreativ- und Englisch-AG sowie der Buchstabenwerkstatt teilzunehmen. Dabei wird ein Rahmen geschaffen, der es jedem Kind ermöglicht, sich als kompetent zu erleben.

Eine Mischung aus beiden Konzepten gibt es im Kindergarten in Söhlde. Die Kinder sind grundsätzlich ihren Stammgruppen zugeteilt, können sich aber ab 9.00 Uhr frei im Kindergarten bewegen, an den verschiedenen Angeboten beteiligen und die Werkstattbereiche nutzen. Viel Wert wird hier auf die Elternmit- und –zusammenarbeit gelegt.

Söhlde - Werk-AG
Söhlde - Großelternfrühstück

Söhlde - Werk-AG
Söhlde - Großelternfrühstück

In allen drei Kindergärten besteht für die Kinder die Möglichkeit ein warmes Mittagessen gegen ein entsprechendes Entgelt zu erhalten. Auch hierfür sind spezielle Bereiche in den Kindergärten vorgesehen und eingeteilt. Die Kindergartenleiterinnen sind sich darüber einig, dass sich die verschiedenen Konzepte und Angebote sehr positiv entwickelt haben. Für die nächsten Jahre prognostizieren sie einen steigenden Bedarf an Krippenplätzen. Ebenso gehen sie davon aus, dass die Nachfrage an Hortplätzen für Schulkinder steigen wird.
Bis 2010 müssen die gesetzlichen Vorgaben zur Einrichtung von Krippenplätzen durch die Kommunen erfüllt werden. für die Planung soll im Herbst mit der Feststellung des Bedarfs an Krippenplätzen begonnen werden, damit dann darüber entschieden werden kann, ob eigene Krippengruppen eingerichtet werden oder ob die vorhandenen Kindergartengruppen ausreichend sind.